„Wir schwätze mit…!

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Reiskirchen.  So lautete die Entscheidung von ca. vierzig Reiskirchener Bürgerinnen und Bürger auf die Einladung zur jüngsten Veranstaltung von Bürgermeisterkandidatin Anja Stark am Donnerstag in Reiskirchen-Hattenrod. Die Bürgermeisterkandidatin hatte mit dem Motto „Hej kennt Ihr metschwätze…! Saacht was Ihr wollt….!“ nach Hattenrod in das Bürgerhaus in den Rittersaal   – Foto- eingeladen.

Gleich 27 fanden die Einladung so spannend, dass sie sich sogar anmeldeten und mehr als zehn weitere kamen spontan. Wenn der eine oder andere unter dem weiteren Titel „Reiskirchen braucht Perspektiven! Und diese möchte ich mit Ihnen zusammen entwickeln.“ noch eine konventionelle Wahlveranstaltung erwartet hatte und auf Frau Stark neugierig war, so wurde er von einer für Reiskirchen neuen Mitmachveranstaltung überrascht.  Frau Stark eröffnete in Hattenrod ein „Word Café“. „Wenn Sie jetzt denken, dass ich Ihnen schon fertige „STARKe Ideen“ präsentiere, dann werde ich jetzt evtl. einige von Ihnen enttäuschen. Für mich haben Sie alle hier ein Mitspracherecht,“ schmunzelte Frau Stark und lud an vier moderierten Tischen zum Mitmachen und Mitdiskutieren ein. World Café ist eine Methode, um ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und andere Sichtweisen kennen lernen. Ziel ist es, Menschen ins Gespräch zu bringen, gemeinsam in lockerer Atmosphäre bei anregenden Rahmenbedingungen im intensiven Diskurs im kleinen Kreis und mit wechselnden Gruppen sich kennenzulernen und Ideen zu vernetzen.

Der Ablauf ist Folgender: Bis zu zehn Personen sitzen an einem kleinen „runden“ Tisch. 4 Café-Runden à ca. 15 Minuten laufen zu den bestimmten Themen: 10 Minuten werden diskutiert und in den letzten 5 Minuten werden Kernelemente der Diskussion auf Karten notieren. Nach der 1. Runde wechselt die Gesprächsrunde. Zum Abschluss erfolgt eine Zusammenfassung und Visualisierung im Plenum. Vier Themen hatte Frau Stark vorgegeben, die ihr für Reiskirchen besonders wichtig sind: Wirtschaft, Bildung und Kultur/Freizeit. Und an dem von ihr selbst geleiteten vierten Tisch bat sie gleichermaßen schlicht, wie wichtig um Erwartungen.Nach einem ersten Überraschungsmoment ließen sich alle Besucher auf das Experiment ein und binnen kurzer Zeit summte der Raum mit angeregten Diskussionen, wurden Diskussionskarten beschriftet und an die bereitstehenden Pin-Wände geheftet. Die avisierte Stunde des politischen Speed-Datings verflog im wahrsten Sinne des Wortes fast wie im Fluge und die dann präsentierten Ergebnis übertrafen die kühnsten Erwartungen von Frau Stark und dem Team der SPD Reiskirchen.

Mehr als einhundert Karten mit Ideen, Projekten, Anregungen und Erwartungen hingen an den Pin-Wänden und wurden dokumentiert. Standortmarketing, Grundstücksbörse, ÖPNV für Senioren, Mitarbeitermotivation, Jugendparlament, Vernetzung der Vereine, Politikerportraits, Urban Gardening, Tag der Vereine, Gewerbeverein und bessere Kindergartenöffnungszeiten sind nur einige Beispiele für die kreativen Ideen der Teilnehmer. Nur am vierten Tisch, dem Tisch der Erwartungen lief die Veranstaltung nicht ganz so wie erwartet. Währende nach dem Konzept jeder einmal an jedem Tisch hätte Platz nehmen können, kamen einige Teilnehmer gleich mehrfach an den Tisch der Erwartungen zu Frau Stark. Eine Flut von Karten zeigte ganz die hohen Erwartungen an die künftige Bürgermeisterin, die offensichtlich nach Meinung der Besucher zurzeit nicht erfüllt werden. Ehrlichkeit, Wahrheit, die Bürgermeisterin soll zuhören und da sein, sie muss sich mit ihrer Gemeinde identifizieren und sie nicht nur verwalten, sie soll präsenter sein und ihre Mitbürger wertschätzen sind nur einige wenige beispielhafte Punkte, die hier an die Wand geheftet wurden. Es bedurfte schließlich eines Machtwortes von Frau Stark, um die immer weiterlaufende Diskussion zu stoppen um am Ende der Veranstaltung mit SPD Ortsvereinsvorsitzenden Manfred Schmitt Worte des Dankes zu finden. Manfred Schmitt dankte den vielen Besuchern für ihr Mittun und betonte ganz besonders seine Freude, dass Bürger/innen aus allen politischen Richtungen zu den Besuchern zählten, so z.B. die Spitzen von CDU Ortsverein und Fraktion und aktive Mandatsträger der FW. „Reiskirchen hat Potential, da ist noch was, was ich als Ihre zukünftige Bürgermeisterin mit Ihnen anpacken will!“ waren die Abschiedsworte für den gelungenen Abend von Frau Stark.

 

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