Mitgliederversammlung: „Am 28. Oktober: Lange Wahlnacht in Reiskirchen – Landtagswahl – Bürgermeisterwahl  – Volksentscheide

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SPD  Ortsverein Reiskirchen.

Viel Geduld brauchen die Reiskirchener am letzten Oktobersonntag 2018, um zu erfahren, wer künftig Bürgermeister oder Bürgermeisterin der Gemeinde sein wird. Diese Stimmzettel werden erst ausgezählt, wenn die Ergebnisse zur Landtagswahl und die Volksentscheide zur Hessischen Verfassung ermittelt sind.

In der letzten Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins zeigte sich Anja Stark, Bürgermeisterkandidatin der SPD, im Hinblick auf die Wahl zum Gemeindeoberhaupt  durchaus zuversichtlich.  Ihre Arbeitsziele für Reiskirchen  – Förderung von Wirtschaft, Kultur und Bildung unter Beachtung des digitalen Wandels  –  hatte sie im letzten Jahr bereits den SPD-Mitgliedern eingehend erläutert. Auf ihrer Internet-Seite www.STARK-fuer-Reiskirchen.de  sind inzwischen weitere Informationen abrufbar. Bei der Mitgliederversammlung am 16. April lud die Kandidatin zu einer offenen Gesprächsrunde über Entwicklungsperspektiven für die Gemeinde nach Hattenrod in den Feuerwehr-Schulungsraum im Dorfgemeinschaftshaus ein (26.April – 19.30 Uhr)

Zuvor hatte bereits Kaweh Mansoori vom Unterbezirks-Vorstand die Lage vor der Landtagswahl am 28.10. analysiert.  Zwar sind z.Zt.  laut Umfragen CDU und SPD nahezu gleichauf; der SPD fehlen nur noch 5 %.  Die CDU wird aber nach allen bisherigen Erfahrungen in Wahlkämpfen noch erhebliche finanzielle Mittel einsetzen können.  Kaweh Mansoori, der auch gewählter Stellver-treter für den Wahlkreis-Kandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel ist, verwies auf das aktuelle Programm der Landes-SPD.  Es steht unter dem Richtziel „Gleiche Lebenschancen für alle“.  Angesprochen sind dabei vor allem die Aufgabenbereiche Bildung, Mobilität und Bezahlbares Wohnen.  Bildung von der KITA an muss allen kostenlos offen stehen.  Mobilität –  besonders im ländlichen Raum ein Problem  –  muss gewährleistet sein, damit Bürger nicht ausgegrenzt bleiben von Arbeitsplätzen, Einkaufsmöglichkeiten, ärztlicher Versorgung und kulturellen Angeboten.

Immer dringlicher geboten sind –  vor allem in den Ballungs-gebieten  – Maßnahmen, die Menschen bezahlbares Wohnen ermöglichen. Die Mittel für den Sozialen Wohnungsbau wurden in den letzten Jahren unter Verantwortung der CDU dramatisch reduziert.  Profiteure sind die Investoren, die für Wohnungsangebote Rekordmieten fordern können und Normalverdiener damit ausgrenzen.

In der Landes-SPD erwartet man, dass die CDU diese Themen im Wahlkampf meidet und wie schon so oft zuvor das bewährte Thema „Angst und Sicherheit“  in ihrer Kampagne betont.  Allerdings wird sie dabei erklären müssen, warum in den Jahren ihrer Regierung so viele Dienststellen im ländlichen Raum gestrichen wurden.

An diesem ereignisreichen Wahltag am 28. 10. geht es auch noch um Volksentscheide zur Aktualisierung der Hessischen Verfassung von 1946.  Bekanntlich sieht sie u.a. auch noch die Todesstrafe vor, was aber längst durch das  Grundgesetz der Bundesrepublik aufgehoben wurde. Bei anderen Textpassagen, die zur Entscheidung vorliegen, geht es um die Gleichstellung von Männern und Frauen und um die Stärkung der Rechte von Kindern.

Nach diesen wahrlich ernsten Fragen abschließend noch  –  zum Schmunzeln und Nachdenken  –  aus den Reiskirchener Ortsteilen Erlebnisse der heiteren Art.  Bürgermeister-Kandidatin Anja Stark fand bei ihrer Aktion „Ostereier-Suchen“ allerorts auf sieben „Osterwiesen“ (mit 570  !! bunten Eiern) uneingeschränkt positive Resonanz.  Sie empfiehlt daher, dieses Angebot in die Liste der jährlichen Traditionsveranstaltungen der SPD aufzunehmen.  Dazu gehören bisher der Neujahrsempfang in Hattenrod,  der Familienabend mit Schlachtfest in Saasen,  das Sommerfest vor der Bürgerhaus-Gaststätte, das „Platz“-Angebot beim Weihnachtsmarkt am Backhaus und der auf die Ortsteile zugeschnittene bürgerfreundliche Müllkalender. Auch das Ostereier-Suchen mit Eltern und Kindern war früher schon in vielen Dörfern alter Brauch.

Jung und Alt in der Frühlingssonne –  das wäre zweifellos ein Beitrag zur Aktivierung ländlichen Lebens in der Osterzeit !

 

 

 

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